Standort

Die Halde Lohmannsheide wurde ab 1983 als Bergehalde für den Bergbau genutzt. Die Schüttung wurde aufgrund des Auslaufens des heimischen Bergbaus nicht abgeschlossen, so dass auf dieser industriell vorgenutzten Fläche Möglichkeiten zur Nachnutzung gegeben sind.

Im folgenden werden die bekannten Entwicklungsschritte des Standortes aufgezeigt:

Vor der Nutzung als Bergehalde war der Standort Lohmannsheide Gebiet einer langjährigen Kiesgewinnung. Erste Hinweise auf großflächige Abgrabungen finden sich in einer topographischen Karte von 1894.

Kiesgrubenverfüllung

  • Die Bergehalde Lohmannsheide ist auf einer Auskiesungsfläche entstanden. Erste Verfüllungen erfolgten ab 1953.
  • 1982 war die gesamte Auskiesungsfläche verfüllt.
  • Nach Angaben der Stadt Duisburg wurden zur Kiesgrubenverfüllung folgende Materialien zugelassen und eingesetzt:

Zeitraum 1953 – 1976

  • Hochofenschlacke
  • Bodenaushub
  • Bauschutt, Schamottbruch, Schienenschotter
  • Waschberge

Zeitraum 1978 – 1982

  • Erd- und Bodenaushub
  • Mauer- und Betonreste
  • unschädliche Abfallstoffe der Eisen- und Stahlindustrie

Nutzung des Standortes als Bergehalde

  • Im Jahr 1981 erfolgte die Zulassung der Halde als Berghalde – erst nach diesem Datum fällt die Halde in  die Zuständigkeit der RAG
  • Ab 1982 wurde mit der Aufhaldung von Bergematerial  (Gruben-, Wasch- und Flotationsberge) der Schachtanlage Rheinpreussen 5/9 begonnen. Ebenso wurden die Randwälle mit einer Höhe von rd. 14 Meter hergestellt, so dass ein großer Kessel entstanden ist.
  • Der Besitzübergang auf die RAG (vormals DSK) fand  am 01.06.1985 statt.
  • Der Schüttbetrieb wurde 1990 mit Schließung des Verbundbergwerkes Friedrich-Heinrich/Rheinland eingestellt.
  • Die Restbergehaldekapazität von ca. 3,9 Mio. m³ wurde als Reservefläche für die Bergwerke Walsum und West  vorgehalten. Beide Bergwerke wurden stillgelegt, bevor die Bergehalde endgeschüttet war.
  • Von 1991 bis 1993 wurde von der Lineg ein Zwischenlager für Klärschlamm im südöstlichen Bereich der Bergehalde betrieben. Sich sammelndes Niederschlagswasser wurde der Kläranlage Moers-Gerdt zugeführt.
    Das Zwischenlager wurde vollständig beräumt. Alle Maßnahmen waren mit den zuständigen Behörden abgestimmt und liefen im Rahmen der Betriebsgenehmigung.

Grundwassermonitoring

  • Nach Beendigung der Schüttungen läuft seit 2007 ein durch die Bezirksregierung Arnsberg zugelassenes Grundwassermonitoring.
  • Alle drei Jahr werden die Ergebnisse eingereicht und erörtert.
  • Berichtet wird an die für unter Bergrecht stehende Standorte verantwortliche Bezirksregierung Arnsberg sowie auch an die Stadt Duisburg und die Lineg.
  • Das Grundwassermonitoring unter Bergrecht wird kontinuierlich weitergeführt.