Informationen zu Deponieverordnung und Deponie-Klassen

Deponieverordnung

In Deutschland müssen alle Abfälle und Abfallgemische mit einem organischen Anteil von über fünf Prozent nach den Regelungen der Deponieverordnung vor der Ablagerung behandelt werden. Die Zuordnung der Abfälle zu unterschiedlich ausgestatteten Deponietypen erfolgt nach der Deponieverordnung und damit nach dem Abfallrecht.

 

Deponie-Klassen 

Deponien der Klasse I, II und III sind ausschließlich mineralischen Abfällen vorbehalten. Sie verfügen über eine mineralische Basisabdichtung und ein Sickerwasser-Dränagesystem. Deponien der Klasse II und III haben eine mineralische Dichtung und eine Kunststoffdichtungsbahn (PE-Folie) an der Basis; auch hier ist ein Sickerwasser-Dränagesystem installiert, um durchsickernde Flüssigkeiten zu erfassen und abzuleiten.

Deponien müssen gemäß der Deponieverordnung (DepV) vom 27. April 2009 errichtet, betrieben und überwacht werden. Sie sieht für die Ablagerung (je nach Gefährlichkeit der abzulagernden Abfälle) fünf Deponieklassen (DK) vor:

  • Deponie für Inertabfälle DK 0 (gering belastete mineralische Abfälle)
  • Deponie für  Abfälle DK I (z.B. mit sehr geringen Belastungen)
  • Deponie für Abfälle DK II (mit geringen Belastungen)
  • Deponie für Abfälle DK III (Sonderabfälle)
  • Untertagedeponie DK IV (für höher und hoch belastete Sonderabfälle)