Genehmigungsverfahren

Gegenstand der vorgesehenen Veränderung am Standort der Bergehalde Lohmannsheide
Errichtung und Betrieb einer Deponie für DK I-Abfälle (gering belastete mineralische Abfälle, Böden, Schlacken)

  • Angestrebtes Volumen: ca. 3,4 Mio. m³ (entspr. ca. 5,4 Mio. Tonnen)
  • erste Anlieferung: frühestens 2019
  • Verfülldauer: rund 15 Jahre,
    anschließend Fertigstellung der Oberflächenabdichtung
  • bergrechtlich zugelassene Verfüllungsendhöhe: 81 Meter über NHN, geplante Deponieendhöhe: 82 Meter über NHN
    (zum Vergleich: B
    ergehalde Rheinpreußen, ca. 300 Meter westlich vom Standort Lohmannsheide, 103 Meter über NHN (ohne Geleucht) und ca. 74 Meter über Umgebungsniveau)

 

Grundlage des Genehmigungsverfahrens
Planfeststellungsverfahren gemäß § 35 Abs. 2 KrWG

  • unter Beteiligung der Öffentlichkeit
  • inkl. Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und
  • (mindestens) folgender Fachgutachten:
  • Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag
  • Immissionsprognosen: Geruch, Lärm, Erschütterungen, Luft
  • Hydrogeologie, Setzungsprognose, Standsicherheit
  • Verkehrsgutachten
  • Landschaftspflegerischer Begleitplan
  • Klima

 

Ablauf des Genehmigungsverfahrens

a) Scoping-Prozess in der Verantwortung der Bezirksregierung:
Festlegen des Untersuchungsrahmens der Umweltverträglichkeitsuntersuchung

  • Unterrichtung der zuständigen Behörde (gem. § 5 UVPG) über das geplante Vorhaben
  • Scoping-Termin unter Beteiligung der Fachbehörden
  • Unterrichtung durch die zuständige Behörde

b) Antragsverfahren ( §73 ff VwVfG)

  • Antragseinreichung durch DAH1 GmbH, angestrebt für 2017/18
  • Aufgaben der Bezirksregierung:
    • Prüfung der Vollständigkeit
    • Bekanntmachung des Vorhabens
    • Auslegung der Antragsunterlagen (auch bei den Kommunen): 4 Wochen (Einwendungsfrist: 6 Wochen)
    • Beteiligungsverfahren
    • Erörterungstermin
    • Erteilung der Planfeststellung (inkl. UVP)

 

Aktualisierung 13.03.2018

Am 09.03.2018 fand im Vorfeld des öffentlichen Verfahrens der so genannte Scoping-Termin zur o.g. Planung statt. Bei bestimmten Vorhaben sind Untersuchungen über die Auswirkungen des Projektes auf die Umwelt gesetzlich vorgeschrieben.

Der Scoping-Termin dient gemäß § 15 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) zur Festlegung des voraussichtlichen Untersuchungsrahmens des von der DAH1 GmbH im Rahmen des Antrages zu erarbeitenden UVP-Berichtes.

Dazu wurden der Bezirksregierung Düsseldorf als zuständiger Behörde Unterlagen von der DAH1 GmbH zur Verfügung gestellt, die u. a. eine Beschreibung des Vorhabens beinhalten ebenso wie einen Vorschlag für den Untersuchungsrahmen des UVP-Berichtes. Der Untersuchungsrahmen bezieht sich auf die notwendigen Fachgutachten, den Untersuchungsraum sowie auch auf die Methodik und die Struktur des UVP-Berichtes.

Die Umweltverträglichkeitsprüfung obliegt der Bezirksregierung Düsseldorf und ist – wenn die Deponieerweiterung planfestgestellt wird – Bestandteil der Planfeststellung. Die Präsentation der DAH1 GmbH zum Scoping-Termin ist hier abrufbar.